N e u r o d e r m i t i s

Die Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die von verschiedenen Faktoren abhängt.
Auslöser können Allergene, Infektionskrankheiten, psychischen Belastungen usw. sein.
Im akuten Stadium treten Rötung, Bläschen, Knötchen, oft auch nässend und verkrustend, auf. Später im chronischen Zustand finden wir eine verdickte Haut mit Schuppenbildung und dem typischen Bild der Lichenifikation, d.h. die Haut erscheint gröber gezeichnet. Der Patient erlebt einen oft starken Juckreiz, Brennen und ein unangenehmes Spannungsgefühl der Haut. Sie verliert vermehrt Feuchtigkeit und Fett,
Mikroorganismen können zu zusätzlichen Entzündungen führen.
Die Neurodermitis verläuft oft schubweise und beginnt oft schon im Säuglingsalter.
Oft wird eine familiäre Häufung auch von Asthma und Heuschnupfen beobachtet.
Bei Säuglingen treten besonders auf Wangen und Kopf Hautausschläge mit gelben Krusten auf, bei Kleinkindern am Arm und Handrücken, mit zunehmendem Alter Kniekehlen, Armbeugen und andere Stellen, oft symmetrisch verteilt Bläschen mit Neigung zum Verkrusten auf.
Der Neurodermitiker sollte möglichst wenig duschen und baden, da der Säureschutzmantel dadurch gestört wird. Auch auf Seife und Waschmittel sollte wegen deren entfettender Wirkung möglichst verzichtet werden.
Allergenen wie Tierhaaren, Pollen, Hausstaubmilben, Chemikalien, Medikamenten, Konservierungsstoffen usw.sowie Lebensmitteln wie Mich, Zitrusfrüchten, Weizen , Nüssen, unnötigen Zusatzstoffen industriell hergestellter Nahrungsmittel sollte aus dem Weg gegangen werden. Auch Rauchen und Alkohol sind zu erwähnen.
Streßfaktoren wie Prüfungen, Trauer, Angst können ebenso schubauslösend wirken.
Die Behandlung unterscheidet akute, entzündliche Prozesse und chronische Formen.
Bei nässenden Formen kommen Lotionen, Flüssigkeiten, Cremes zum Einsatz.
Bei den trockenen Formen kommen Salben mit Zusätzen wie Harnstoff, Salicylsäure, Nachtkerzenöl, dieses auch innerlich, in Frage.
Die Zufuhr von Vitamin C, Zink, Carotinoiden, Fischöl, Calcium und Selen wird
empfohlen
Wir führen verschiedene Fertigarzneimittel und stellen eigene individuelle Rezepturen für Sie her.


E k z e m e

Ein Ekzem ist eine entzündliche Unverträglichkeitsreaton der Haut mit meist chronischem Verlauf.
Eine der häufigsten Formen ist das allergische Kontaktekzem. Bei einem Erstkontakt findet eine Sensibilisierung statt, bei erneutem Kontakt findet nach 1-2 Tagen eine Reaktion in Form von Rötung, Bläschen, oft von starkem Juckreiz begleitet, statt. Ursachen sind Metalle wie Nickel in Schmuckstücken, chemische Duftstoffe, Konservierungsstoffe in Kosmetika und Reinigungsmitteln, Farben, Chlor usw.
Auch das toxische Kontaktekzem ist häufig. Dieses ist aber eine Sofortreaktion bei Kontakt mit aggresiven Substanzen wie Lösungsmitteln, Säuren, Laugen, aber auch UV-Strahlung. Dabei kommt es zuerst zu Schmerzen und später zum Juckreiz.
Bei wiederholter Exposition wird der Säureschutzmantel der Haut nachhaltig gestört, die normale Rückfettung ist stark gestört. Diese Erkrankung ist dann schwierig zu
behandeln und der Patient wird anfällig für Kontaktallergien. Ursachen sind Putzmittel
( Hausfrauenekzem ),organische Lösungsmittel, Dauerkontakt mit Stoffen, Sand, Staub, Papier.
Sonnenallergien sind ebenfalls auf dem Vormarsch, die Patienten reagieren auf den UVA-Bereich der Strahlen mit Rötung, Knoten oder Quaddeln und oft starkem Juckreiz. Hier gilt es, die Sonne zu meiden und sich mit Sonnenschutz mit sehr hohem Lichtschutzfaktor zu schützen. Oft hilft es schon, sich mit fettfreien Zubereitungen auch nach der Sonnenexposition zu behandeln. Grundsätzlich gilt, daß man als Ekzempatient den Säureschutzmantel erhalten sollte, d.h. möglichst wenig duschen oder baden, geeignete hautfreundliche Reinigungsmittel zu verwenden, keine enge Kleidung zu
tragen und bekannte Allergene konsequent zu meiden. Dies glit vor allem deshalb, weil die Ekzemhaut leicht von Pilzen und Bakterien befallen werden kann.
Behandlung von Ekzemen:
Harnstoff-präparate spenden der ausgetrockneten Hornschicht Feuchtigkeit.
Bufexamac-Salben sind entzündungshemmend und juckreizstillend
Antihistaminika innerlich sind juckreizstillend, relativ nebenwirkungsarm
Hautpflege mit rückfettenden und Salben z.B. Linola, Eucerin TH

Natürliche Behandlungsmethoden:
Nachtkerzensamenölkapseln
Cardiospermumsalben ( Ballonrebe ) äußerlich z.B. Fidesan, Halicar
Vaselinefreie Salben z.B. Lavera Neutral-Serie
Homöopathie
Vitamin C-reiche Ernährung, Präparate mit natürlichem Vitamin C, z. B. Sanddornelixier Weleda
Gesunde Ernährung
Eigenblutbehandlung
Klimawechsel, Seeklima, Hochgebirge
Streßabbau mit autogenem Training, Yoga usw.